Benefizkonzert "Petite messe solennelle"

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27. Februar 2015 - 19:30
Benefizkonzert von alpha nova

Benefizkonzert zugunsten von Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen 

Gesponsert von "alpha nova" http://www.alphanova.at 

Das in unseren Breiten zu Unrecht selten aufgeführte Werk Rossini´s, die Petite Messe solennelle,entstand im Jahr 1863 in Passy, wo er die letzten Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Es handelt sich um eine Auftragskomposition für den Comte Michel-Frédéric Pillet-Will und dessen Frau Louise Pillet-Will. Die Uraufführung fand 1864 zur Einweihung der Privatkapelle des gräflichen Paares in Paris statt. Die erste öffentliche Aufführung folgte unmittelbar darauf im Pariser Théâtre-Italien und wurde ein großer Erfolg.

Die Messe steht ihren äußeren Ausmaßen und auch dem Namen nach in der Tradition der Missa solemnis, wurde aber dennoch vom Komponisten ironisch mit dem Attribut petite („klein“) bedacht. Rossini schreibt dazu in einer ironischen Widmung an den „lieben Gott“:

„hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren. Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“

Die ungewöhnliche Besetzung der Messe für Singstimmen, zwei Klaviere und Harmonium steht in der neapolitanischen Cembalo-Tradition des 18. Jahrhunderts. Drei Jahre nach der Komposition arbeitete Rossini auch noch eine Orchesterfassung aus – hauptsächlich aus der Sorge heraus, die Messe könnte nach seinem Tode durch die Bearbeitung eines anderen entstellt werden: „findet man dieselbe nun in meinem Nachlass, so kommt Herr Sax mit seinen Saxophonen oder Herr Berlioz mit anderen Riesen des modernen Orchesters, wollen damit meine Messe instrumentieren und schlagen mir meine paar Singstimmen tot, wobei sie auch mich glücklich umbringen würden.“

Rossini bevorzugte dennoch die Version mit Klavier und Harmonium und verfügte, dass die Orchesterfassung erst nach seinem Tode aufgeführt werden durfte.

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