Nachklang zum Begegnungskonzert

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30. November 2019 - 9:04

Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an. (E.T.A. Hoffmann)

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Das Publikum dankte mit Begeisterung und tosendem Applaus, als am 12. September 2019 im Forum Kloster in Gleisdorf beim „Festival European Art 47“ weit über 160 Sängerinnen und Sänger verschiedener Nationen die Europahymne erschallen ließen! Denn zum Abschluss der vielfältigen, umfangreichen Darbietungen der vier Chöre aus Litauen, Zypern, der Ukraine und Österreich versammelten sich alle Chormitglieder auf und vor der Bühne des Festsaals zum gemeinsamen, stimmgewaltigen Vortrag des Hauptthemas aus Beethovens neunter Sinfonie. Indem sie die „Ode an die Freude“ im wahrsten Sinne des Wortes in höchsten Tönen in ihrer jeweiligen Landessprache präsentierten, zeigte sich eine Einheit in der Vielfalt - eine Versinnbildlichung der Werte, die über alle nationale Grenzen hinweg die Völker verbinden.
Zu diesem internationalen Begegnungskonzert luden der Verein „kultur-land-leben“ und das chorforum.gleisdorf. Dieses gemeinsame Konzert stand auch als Zeichen und Beitrag für den Frieden in Europa und auf der ganzen Welt. Dies betonte auf sehr berührende Weise Chorleiter Franz Jochum mit dem Zitat des berühmten Geigers Yehudi Menuhin: „Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn alle aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik, heilen sie zugleich auch die äußere Welt.“ Unter seiner Leitung eröffnete das chorforum.gleisdorf  den Konzertabend zu den Harmonikaklängen von Gerhard Burger mit dem Lied  „Die Sulm und die Weinberg“. Vorgetragen mit viel Gefühl, Freude und hoher musikalischer Professionalität folgten ein Reigen von Volksliedern und das aus dem 9. Jahrhundert stammende, von Gerhard Prinz vertonte „Wessobrunner Gebet“.
Der Mädchenchor „VoxVenus“ kam von der Insel Zypern nach Gleisdorf. Dieser Chor besteht aus 35 Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren und bot geleitet durch das Dirigat von Eleni Kyprianou einen hervorragenden gesanglichen Beitrag.
Aus der litauischen Hauptstadt Vilnius war der in ganz Europa vielfach preisgekrönte „Ciurlionis Art School Choir“ angereist und gewann durch seinen musikalisch-künstlerisch wertvollen Auftritt die Sympathie des Publikums.  Chorleiter Romualdas Grazinis verriet, dass seine Tochter Mirga Gražinytė-Tyla an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz studiert und in der Leitung des chorforums.gleisdorf mitgewirkt hatte. Mirga Grazinyte-Tylá ist mittlerweile die bekannteste litauische, aber auch eine international anerkannte,  vielfach ausgezeichnete Chor- und Orchesterdirigentin.
Beeindruckend für die Ohren und die Augen des Publikums bereicherte der Lemberger Akademische Männerchor „Dudaryk“ aus der Ukraine in schmucker landestypischer Auftrittstracht den Konzertabend. Von den feinsten und höchsten Stimmen der Knaben im Grundschulalter bis zum kraftvollen, fülligen Klangkörper durch die  erwachsenen Männerstimmen überzeugte der Chor mit seinen Darbietungen unter der Leitung von Dmytro Katsal auf höchstem professionellem Niveau.

Dass Musik bewegt und verbindet bewies dieses Vier-Nationen-Begegnungskonzert, denn Ziel und Inhalt des Festivals „European Art 47“ ist es, dass Künstler aus den 47 Ländern Europas miteinander und mit dem Publikum in Verbindung treten und der Funke der Herzlichkeit und Begeisterung der Mitwirkenden auf die Zuhörerschaft überspringt, denn „Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen“ (Yehudi Menuhin).

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